200620082009
Home/Neuigkeiten/Fragen
Interner Bereich
Wir über uns/ Aktionen
Bilder der Naturschutzbande
Natur des Jahres
Bäume
Heilpflanzen
Säugetiere
Säugetiere
Insekten
Spinnen
Bauanleitungen
Gästebuch



Natur des Jahres 2007 (als PDF)

Natur des Jahres 2007:

Süße Versuchung in dunkelrot
Die Unterländer Kirsche ist Baden-Württembergs Obstsorte des Jahres 2007
Der Landesverband für Obstbau, Garten und Landschaft Baden-Württemberg (LOGL) hat die Unterländer Kirsche zur regionalen „Streuobstsorte des Jahres 2007“ gekürt. Diese glänzende, nahezu schwarze Süßkirsche mit ihrem intensiven Aroma ist der verbreiteten Großen Schwarzen Knorpelkirsche sehr ähnlich. Wie alle Hochstamm-Kirschen spielt sie heute nur noch als Liebhabersorte eine Rolle.


 

Hustenmittel und Leibspeise der Rentiere
Das Isländische Moos ist „Flechte des Jahres 2007“
Die Bryologisch-lichenologische Arbeitsgemeinschaft für Mitteleuropa (BLAM) hat das Isländische Moos zur Flechte des Jahres 2007 gekürt. Der irreführende deutsche Name stammt aus einer Zeit, als man zwischen Moos und Flechte noch keinen großen Unterschied machte. Schon früh bekannt war allerdings die Heilwirkung dieser Art. Sie wird zur Stärkung der Atemwege und gegen Schleimhautreizungen in Hals und Rachen eingesetzt.

 

Achtbeiniger Insektenjäger am Flussufer
Die Sand-Wolfspinne ist Europäische Spinne des Jahres 2007
Spinnenexperten aus 21 Ländern haben die Sand-Wolfspinne zur Europäischen Spinne des Jahres 2007 gekürt. Mit knapp zwei Zentimetern Körperlänge ist die auch als Flussufer-Riesenwolfspinne oder Sandtarantel bezeichnete Art eine der größten einheimischen Spinnen. Wolfspinnen weben keine Netze, sondern jagen mit ihren gut ausgebildeten Augen auf Sicht. Als Nahrung dienen Insekten wie Laufkäfer, Heuschrecken und Fliegenlarven.

 

Der letzte seiner Art
Der Kloppenheimer Streifling ist „Hessische Streuobstsorte des Jahres 2007“
Das Naturschutz-Zentrum Hessen und die Landesgruppe Hessen des Pomologen-Vereins haben den Kloppenheimer Streifling zur „Hessischen Streuobstsorte des Jahres 2007“ gekürt. Der Streifling blüht und reift recht spät im Jahr, die Äpfel sind dafür aber am Baum bis in den März hinein haltbar. Die Sorte ist extrem selten, nur ein einziger alter Baum hat überlebt. Mit dem Verschwinden dieses Exemplars wäre der Kloppenheimer Streifling unwiederbringlich verloren.


 

Kräftige Zugtiere und leckerer Käse
Das Murnau-Werdenfelser Rind ist „Gefährdete Nutztierrasse des Jahres 2007“
Das Murnau-Werdenfelser Rind, eine der ältesten Rassen der Welt, wurde zur „Gefährdeten Nutztierrasse des Jahres 2007“ gekürt. Die Murnau-Werdenfelser sind so genannte Dreinutzungsrinder, die sowohl auf Milchleistung und Fleischqualität wie auch auf Zugleistung im Arbeitsgespann hin gezüchtet wurden. Ihre Milch enthält außergewöhnlich viele verschiedene Proteine und gilt als besonders gut für die Käseherstellung geeignet.


 

Schlafmittel, Bierwürze und Fassadengrün
Der Hopfen ist „Arnzeipflanze des Jahres 2007“
Der Studienkreis Entwicklungsgeschichte der Arzneipflanzenkunde hat den Hopfen zur Arzneipflanze des Jahres 2007 gewählt. Damit wird eine Kulturpflanze gewürdigt, deren Nutzung sich nicht nur auf das Bierbrauen beschränkt. Extrakte aus den Hopfenzapfen – das sind die grünlich-gelben weiblichen Fruchtstände – bilden heute in Kombination mit der Baldrianwurzel auch die häufigste Darreichungsform pflanzlicher Schlaf- und Beruhigungsmittel.


 

Verwandlungsfähiger Pflanzensauger
Die Ritterwanze ist „Insekt des Jahres 2007“
Mit der Popularität ihres Vorgängers, des Siebenpunkt-Marienkäfers, kann die Ritterwanze zwar nicht mithalten, mit dessen schöner rot-schwarzen Färbung schon. Das „Kuratorium Insekt des Jahres“ wählte für 2007 eine Wanze, da diese Tiergruppe zu den farbenprächtigsten und interessantesten Insekten gehört. Es möchte so auch mit dem schlechten Image aufräumen, das den Wanzen wegen der blutsaugenden Bettwanze anhaftet.


 

Blaue Blüten vom Teich bis zum Steingarten
Der Ehrenpreis ist „Staude des Jahres 2007“
Der Bund deutscher Staudengärtner hat den Ehrenpreis zur „Staude des Jahres 2007“ gewählt. Zur Begründung heißt es, Ehrenpreis sei „eine vielseitige Staudengattung, deren Arten fast das ganze Jahr hindurch in unterschiedlichen Gartenbereichen blühen“. Viele der zur Verwendung im Garten angebotenen Sorten basieren auf heimischen Ehrenpreisen. Wer möchte, kann in seinem Naturgarten direkt auf die Wildarten zurückgreifen.


 

Halbkugliger Mauer- und Grabsteinbewohner
Das Polster-Kissenmoos ist „Moos des Jahres 2007“
Wer kennt nicht die halbkugeligen, mausefellartigen Pölsterchen auf altem Gemäuer, an Betonpfählen und Ziegeldächern? Diese stammen vom Polster-Kissenmoos, das die Bryologisch-lichenologische Arbeitsgemeinschaft für Mitteleuropa (BLAM) nun zum „Moos des Jahres 2007“ gekürt hat. Mit der Wahl soll auf bemooste Gemäuer als schützenswerten Lebensraum unserer Siedlungen aufmerksam gemacht werden.


 

Haarige Zeiten mit dem Weichtier des Jahres
Die Maskenschnecke ist Weichtier des Jahres 2007
„Gehäuse bedeckt durchbohrt, gedrückt kugelig, zart, zerbrechlich, durchscheinend, glanzlos, hornbraun, ganz und gar mit unendlich feinen Höckerchen bedeckt“ – so beschrieb Emil Adolf Rossmässler, Altmeister der deutschen Schneckenforscher, die Maskenschnecke. Mit ihr wählte der Arbeitskreis Mollusken NRW eine Schneckenart mit besonderem Aufprallschutz zum Weichtier des Jahres: Ihr Gehäuse ist mit unzähligen Härchen bewachsen.


 

Ein Frühlingsbote, der gegen Rheuma hilft
Das Duftveilchen ist „Heilpflanze des Jahres 2007“
Das Duftveilchen ist als Frühlingsbote und Lieferant von ätherischen Ölen für die Parfümherstellung bekannt. Dass es auch in der Naturheilkunde einen festen Platz hat, wissen nur wenige. Der Naturheilverein Theophrastus hat das Veilchen deshalb zur Heilpflanze des Jahres 2007 gewählt. Die hübsche blaue Blume wird gegen Erkrankungen der Atemwege, Hautbeschwerden und Rheumatismus eingesetzt.


 

Hitzekoma im Schlamm
Die Schleie ist „Fisch des Jahres 2007“
In Deutschland und in Österreich wurde die Schleie zum gemeinsamen Fisch des Jahres 2007 gewählt. Die Schleie – wissenschaftlich Tinca tinca – ist im größten Teil Europas verbreitet. In den meisten Bundesländern wird sie als nicht gefährdet eingestuft, in einigen als potentiell gefährdet. Die Schleie kann monatelang hungern. Bei hohen Temperaturen gräbt sie sich im Schlamm ein und fällt in ein Hitzekoma.


 

Schwindelfrei am Berghang
Das Schwarze Kohlröschen ist „Orchidee des Jahres 2007“
Die Arbeitskreise Heimische Orchideen (AHO) haben das Schwarze Kohlröschen zur „Orchidee des Jahres 2007“ gekürt. Das an Berghängen oberhalb 1200 Höhenmetern wachsende Kohlröschen – wissenschaftlich Nigritella rhellicani – duftet während der Blüte von Ende Juni bis Mitte August intensiv nach Schokolade oder Vanille. Es ist vor allem durch Skipisten, die Überweidung der Almen und überzogenen alpinen Wegebau gefährdet.


 

Immergrüne Überlebenskünstlerin
Die Waldkiefer ist Baum des Jahres 2007
Die Waldkiefer ist der Baum des Jahres 2007. Mit der Wahl werde eine bescheidene Schönheit mit zähem Überlebenswillen gewürdigt, teilte das Kuratorium Baum des Jahres mit. Die Waldkiefer (Pinus silvestris) werde selbst mit widrigsten Bedingungen fertig und komme gut mit Trockenheit zurecht, begründete das Gremium seine Kür. Der Baum werde der Klimaerwärmung eher trotzen als andere einheimische Baumarten, sagte Kuratoriumschef Silvius Wodarz. Weltweit gibt es rund 100 Kiefernarten. Keine andere Baumart kommt mit so wenig Wasser und Erde aus. Die ältesten Exemplare sind nach Kuratoriumsangaben schon fast 5000 Jahre alt.


 

Im Rüttelflug zum Vogel des Jahres 2007
Der Turmfalke - eleganter Jäger in Feld und Flur
NABU und LBV haben den Turmfalken zum „Vogel des Jahres 2007” gekürt. Mit 50.000 Brutpaaren ist er der häufigste heimische Falke. Man kann ihn an Kirchtürmen, an höheren Gebäuden, Brücken, Masten und Feldscheunen beobachten – aber auch in der freien Natur. Wenn er rüttelnd über einer Wiese steht und nach Mäusen Ausschau hält, weiß auch der Laie: Das ist der Turmfalke, der Rüttelfalk.

 
 

Wiesenpflanze mit schweißtreibender Wirkung
Die Bach-Nelkenwurz ist Blume des Jahres 2007
Die Bach-Nelkenwurz ist zur „Blume des Jahres 2007“ gekürt worden. Die Stiftung Naturschutz Hamburg macht damit erneut auf eine Feuchtwiesenart aufmerksam. Wie ihre Vorgängerin, das Wiesen-Schaumkraut, ist die Nelkenwurz in Flachmooren, Niederungen und Auen zu finden, aber auch in der Uferzone von Teichen und Bächen. In früherer Zeit wurden die aromatischen getrockneten Wurzeln in der Küche als günstig verfügbarer, weil heimischer Nelkenersatz verwendet.


 

Ein Parasit mit vielseitigen Heilkräften
Der Pilz des Jahres 2007 ist die Puppenkernkeule
Mit der Puppenkernkeule wählte die Deutsche Gesellschaft für Mykologie (DGfM) einen Parasiten mit besonderer Heilwirkung zum Pilz des Jahres 2007. Die Puppenkernkeule – auch unter dem wissenschaftlichen Namen Cordyceps militaris bekannt – gehört zu der Familie der Schlauchpilze. Verbreitet ist der Pilz in der gesamten Nordhemisphäre und kommt auch bei uns gerade im Herbst häufig vor.


 

Zurück in Deutschland
Der Elch ist Wildtier des Jahres 2007
Mit dem Elch wählte die Schutzgemeinschaft Deutsches Wild nach dem Wolf und dem Braunbären abermals eine Art zum Wildtier des Jahres, die auf natürlichem Wege in ihre deutsche Heimat zurückkehrt. Nachdem der Elch seit Kriegsende aus den hiesigen Wäldern verschwunden war, ist er nun wieder in Brandenburg und manchmal in Bayern anzutreffen.


Natur des Jahres 2006-2009:

Natur des Jahres 2009 (als PDF)

Natur des Jahres 2008 (als PDF)

Natur des Jahres 2007 (als PDF)

Natur des Jahres 2006 (als PDF)

Top