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Natur des Jahres 2009 (als PDF)

Natur des Jahres 2009:

Trockener Martin und Scheckenkirsche
Die regionalen Streuobstsorten des Jahres 2009
Traditionelle Obstsorten sind vor allem örtlich verbreitet. Deswegen wird auch keine deutschland- oder gar europaweite Obstsorte des Jahres gekürt, sondern mehrere regionale. 2009 sind es der Trockene Martin, die Esslinger Scheckenkirsche, der Dorheimer Streifling und der Freinsheimer Taffetapfel. Von Streifling und Taffetapfel gibt es jeweils nur noch wenige Einzelbäume.


 

Ein Gewinner des Klimawandels
Das Tagpfauenauge ist „Schmetterling des Jahres 2009“
Vielen heimischen Schmetterlingsarten geht durch den Klimawandel mehr und mehr Lebensraum verloren. Das Tagpfauenauge dagegen profitiert von den höheren Temperaturen und bildet schon jetzt zwei Generationen pro Jahr statt wie früher üblich nur eine. Tagpfauenaugen überwintern als ausgewachsene Falter und sind im Winter auf Dachböden oder in Kellern zu finden. Ab März saugen sie an warmen Tagen Nektar an Weidenkätzchen oder Huflattich.

 

Ätherische Öle und würziges Kraut
Der Fenchel ist „Arzneipflanze des Jahres 2009“
Die alten Griechen und Römer schätzten Fenchel ebenso wie die Hochkulturen Ägyptens und Chinas. Fenchel ist häufig das erste Arzneimittel, mit dem der Mensch in seinem Leben in Berührung kommt, denn Säuglinge erhalten während der Nahrungsumstellung bevorzugt Fencheltee, um Blähungen zu lindern. Mütter andererseits trinken Fencheltee, um die Milchproduktion anzuregen.

 

Robuste Urschafe aus dem Gebirge
Das Alpine Steinschaf ist „Gefährdete Nutztierrasse des Jahres 2009“
Eine bunte Gruppe Steinschafe sind ein Anblick, der in den Ostalpen von Deutschland, Österreich und Italien bis Anfang des letzten Jahrhunderts noch Gang und Gebe war. Im Jahr 1863 gab es noch über 200.000 Tiere, heute dagegen ist das Alpine Steinschafe die am stärksten bedrohte deutschen Schafsrasse. Nun wurde sie von der GEH zur „Gefährdeten Nutztierrasse des Jahres 2009“ ernannt.


 

Mit dem Klappnetz auf der Lauer
Die Dreiecksspinne ist „Europäische Spinne des Jahres 2009“
Einmal im Netz gefangen, ist ein Entrinnen kaum noch möglich. Die zur „Europäischen Spinne des Jahres 2009“ gekürte Dreiecksspinne hat zwar keine Giftdrüsen, doch bei ihrem Netz hält sie auf raffinierte Weise die „Fäden in der Hand“. Sobald ein Insekt ins Netz gerät, verlängert die Spinne blitzschnell den Faden hinter sich. Das Netz fällt dann über der Beute in sich zusammen und das Insekt wird in Windeseile bis zur Unkenntlichkeit eingesponnen. 


 

Eine stattliche Erscheinung
Das Männliche Knabenkraut ist „Orchidee des Jahres 2009“
Die Arbeitskreise Heimischer Orchideen (AHO) haben das Männliche Knabenkraut – wissenschaftlich Orchis mascula – zur Orchidee des Jahres 2009 gekürt. Die Art ist vor allem auf Wiesen und in lichten Wäldern zu finden. Sie wächst auch in Trockenrasen, wenn sie wenigstens zeitweise genügend Feuchtigkeit hat. Bevorzugt werden eher mittlere und höhere Lagen.


 

Bakterienweide im Grundwasserstrom
Husmanns Brunnenschnecke ist „Weichtier des Jahres 2009“
Ihre Lebensweise könnte exotischer nicht sein und doch sind sie mitten unter uns: Die winzigen Brunnenschnecken haben ihre ökologische Nische unterirdisch gefunden, im Grundwasser der Fluss-Schotter und der Karsthöhlen. Um auf die wenig bekannte Lebewelt des in seiner Ausdehnung riesigen, heute zunehmend bedrohten Biotops aufmerksam zu machen, wurde nun Husmanns Brunnenschnecke zum „Weichtier des Jahres 2009“ gekürt.


 

Weitspringerin mit Vorliebe für Pflanzensaft
Die Gemeine Blutzikade ist „Insekt des Jahres 2009“
Die Gemeine Blutzikade ist zum „Insekt des Jahres 2009“ gekürt worden. Mit ihrer schwarz-roten Warnfärbung täuscht sie Giftigkeit lediglich vor. Der harmlose Pflanzensauger wird knapp einen Zentimeter groß und ist noch recht häufig. Vor allem im Süden und in der Mitte Deutschlands kommen Blutzikaden im Frühling und Sommer auf nahezu jeder Wiese und an hochgrasigen Wegrändern vor.


 

Nächtliche Schneckenjagd im Garten
Der Igel ist „Wildtier des Jahres 2009“
Klicken Sie hier für weitere Informationen
Die Schutzgemeinschaft Deutsches Wild (SDWi) hat den Igel zum „Wildtier des Jahres 2009“ gekürt. Igel leben als Einzelgänger und sind überwiegend in der Nacht aktiv. Vom Herbst bis März oder April halten sie Winterschlaf. Der Speiseplan ist vielfältig und reicht von Insekten, Regenwürmern, Spinnen und Schnecken bis hin zu Fröschen und Mäusen. Obst oder Gemüse dagegen rühren Igel nicht an.


 

Eine Dauerblüherin, die Wunden schließt
Die Garten-Ringelblume ist „Heilpflanze des Jahres 2009“
Erste Aufzeichnungen über die Verwendung der Ringelblume als Heilpflanze finden sich im 12. Jahrhundert. Wissenschaftlich belegt ist ihre Wirkung bei schlecht heilenden Wunden bei Verbrennungen und Ekzemen. Nachgewiesen wurden auch blutfettsenkende und gallenflussanregende Eigenschaften. Im Garten sind Ringelblumen sehr leicht zu kultivieren. Im April ausgesät, blühen sie vom Juni an bis zu den ersten stärkeren Frösten.


 

Kein Platz an der Sonne
Die sonnenliebende Würfelnatter ist „Reptil des Jahres 2009“
Die Würfelnatter wurde von der Deutschen Gesellschaft für Herpetologie und Terrarienkunde in Kooperation mit dem NABU zum „Reptil des Jahres 2009“ ausgewählt. Die Würfelnatter ist die seltenste und am stärksten vom Aussterben bedrohte Schlangenart in Deutschland. Zwischen ihren Tauchgängen zur Nahrungssuche sucht die vom Aussterben bedrohte Wasserschlange gern Sonnenplätze am Gewässerufer auf.


 

Farbenprächtiger Holzzersetzer
Der Blaue Rindenpilz ist „Pilz des Jahres 2009“
Die krustenförmig wachsenden Rinden- und Schichtpilze lassen sich meist nur mikroskopisch bestimmen. Zudem sind sie oft recht unscheinbar. Eine große Ausnahme ist der Blaue Rindenpilz den man schon aufgrund seiner eindrucksvollen indigofarbenen Fruchtkörper nicht übersehen kann. Die Deutsche Gesellschaft für Mykologie hat die Art nun zum „Pilz des Jahres 2009“ ernannt.


 

Von den Bahamas bis zum Rhein
Der Europäische Aal ist „Fisch des Jahres 2009“
Der Europäische Aal ist zum „Fisch des Jahres 2009“ gekürt worden. Aale schlüpfen tausende Kilometer von uns entfernt im Atlantik, in den Tangwäldern der Sargassosee nahe den Bahamas. Mit dem Golfstrom werden die Larven östlich verdriftet und nach etwa drei Jahren erreichen sie die europäischen Küsten, wo sie in die Flüsse einwandern. Später kehren die ausgewachsenen Aale zum Ablaichen in die Sargassosee zurück.


 

Blaue Blüten und Wurzeln als Kaffee-Ersatz
Die Wegwarte ist „Blume des Jahres 2009“
Die Wegwarte ist zur Blume des Jahres 2009 gekürt worden. Die an Weg- und Ackerrändern wachsende Verwandte von Chicoree und Radicchio gilt in mehreren Bundesländern als gefährdet, erklärte die Loki-Schmidt-Stiftung zur Begründung der Wahl. Praktischen Nutzen hatte in früherer Zeit ihre Wurzel, die geröstet teurem Bohnenkaffee beigemischt wurde oder auch als Zichorienkaffee oder „Muckefuck“ Kaffee-Ersatz ergab.


 

Der Eisvogel ist „Vogel des Jahres 2009“
Der „fliegende Edelstein“ braucht naturnahe Gewässer zum Überleben
NABU und LBV haben den Eisvogel zum „Vogel des Jahres 2009” gekürt. Er steht für lebendige Flüsse und Auen. Der Eisvogel war bereits 1973 Jahresvogel und die Entscheidung ihn erneut zu wählen, ist bewusst gefallen. Die damaligen Forderungen haben nicht an Aktualität verloren: Sauberes Wasser, naturnahe Bäche, Flüsse und Seen sowie artenreiche Talauen sind in Deutschland immer noch Mangelware.


Natur des Jahres 2006-2009:

Natur des Jahres 2009 (als PDF)

Natur des Jahres 2008 (als PDF)

Natur des Jahres 2007 (als PDF)

Natur des Jahres 2006 (als PDF)

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