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Insekten gibt es eigentlich überall. Ob im Frühling auf Bäumen und Sträuchern, im Sommer auf Wiesen und Blumen oder im Herbst unter dem Laub, Insekten findet man überall und das fast das ganze Jahr über. Doch der Lebensraum dieser kleinen Sechsbeiner ist sehr gefährdet. Immer mehr Häuser werden gebaut und es wird in Gärten immer mehr Insektengift versprüht. Dabei sind Insekten für Pflanzen uns Menschen sehr wichtig. Ohne Insekten würden Bäume zum Beispiel nicht mehr bestäubt werden und so gäbe es zum Beispiel auch keine Äpfel oder Birnen. Ohne Fliegen und Mistkäfer würde der Mist zum Beispiel auf Pferde- oder Kuhweiden ziemlich lange liegen bleiben. Insekten sind also für den Menschen und die Umwelt sehr wichtig.



Es gibt viele Möglichkeiten bedrohten Insekten  zu helfen. Natürlich muss man sich vorher genau über die jeweilige Art informieren. Ihre Ansprüche sind sehr verschieden. Mit der Anlage einer Wildblumenwiese, statt eines einfachen grünen Rasens, hilft man Schmetter- lingen und auch vielen anderen Tieren. Hier wachsen viele verschiedene Pflanzenarten durcheinander und bieten zahlreichen Insekten Unterschlupf und Nahrung. Zudem bietet eine bunt blühende Wiese in jedem Garten einen schönen Anblick. Samen für Wildblumenwiesen bekommt man in Gartenfachgeschäften.   

RotkleewieseEine bunte Wildblumenwiese oder wie hier eine Rotkleewiese aus vielen einheimischen Gehölzern bieten vielen Tieren Unterschlupf und Nahrung.

Auch mit der Anlage einer Hecke  oder eines Knicks aus einheimischen Sträuchern, wie Weiß- oder Rotdorn, Haselnuss oder Schlehe, kann man Insekten und sogar Vögeln einen neuen Lebensraum schaffen. Mit den in Gärten oft zu sehenden exotischen Büschen können unsere einheimischen Insekten meist nichts anfangen. Alte Bäume und morsche Zaumpfähle sollten nicht immer sofort entfernt werden. Im weichen Holz leben z.B. die Larven vieler Laufkäfer. Wespen zerkauen weiches Holz und bauen aus dem papierähnlichen Material ihr Nest. Um geziehlt nützliche Insekten in den Garten zu locken, kann man ihnen auch "Nist-hilfen" anbieten, ähnlich wie man Nistkästen für Vögel aufhängt. Der Ohrwurm ernährt sich vorwiegend von Blattläusen, Spinnmilben und Insekteneiern. Daher ist er bei Gärtnern sehr beliebt. Gerne nimmt er "Ohrwurmtöpfe" an. Das sind einfache Blumentöpfe, die man mit Holzwolle füllt und dann mit dem Boden nach oben in die Obstbäume hängt. Hier siedelt sich der harmlose Ohrwurm an und hält als "Gegenleistung" für die schöne Unterkunft den Garten von Schadinsekten frei.

OhrwurmDer harmlose Ohrwurm ernährt sich von im Garten wenig beliebten Tieren wie Blattläusen und Spinnmilben. Man kann ihn und andere nützliche Insekten mit Nisthilfen ansiedeln.

Hummel auf RotkleeViele Hautflügler (z.B. Hummeln, Wespen, Grabwespen), die wichtige Pflanzenbestäuber im Garten sind, leben nicht in Staaten, wie die Bienen, sondern einzeln. Die Weibchen bauen sich Brutröhren in morschem Holz, hohlen Pflanzenstängel oder Steinspalten. Diese werden mit Blütenstaub oder gelähmten Larven anderer Insekten als Nahrung für die Jungtiere gefüllt. Nach der Eiablage werden die Brutröhren mit Lehm verschlossen. Da geeignete Nistplätze für diese Insekten selten geworden sind, nehmen sie gerne angebohrte Hartholzplätze oder gebündelte Röhrichtstengel als Ersatzbrutraum an. An einem sonnigen, windgeschützten Platz auf dem Balkon oder im Garten aufgestellt zieht eine solche Nisthilfe diese nützlichen, harmlosen Insekten an. Sie lassen sich hier auch leicht beobachten. Keinesfalls sollte man  in der heutigen Zeit noch eine Insektensammlung aus vielen aufgespießten Tieren anlegen. Viel interessanter ist es, die lebenden Tiere zu beobachten und vielleicht auch zu fotografieren.

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